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Sicher einkaufen zu Weihnachten im Internet



Der Countdown läuft – knapp vier Wochen noch bis Weihnachten. Rund 51 Milliarden Euro werden laut Forrester Research in diesem Jahr während der Weihnachtssaison europaweit für Reisen, Kleidung, Unterhaltungselektronik, Bücher, Schmuck, Spielzeug und vieles mehr im Internet ausgegeben.

Auf das gesamte Jahr 2007 gesehen, steigen die Ausgaben für Anschaffungen, die im Internet getätigt werden, um 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allein in Deutschland werden in diesem Jahr Waren im Wert von 12 Milliarden Euro online gekauft.

Die Zahlen belegen, welcher Beliebtheit sich das Online-Shopping erfreut – mit steigender Tendenz. Der Einkauf im Internet ist bequem und spart Zeit beim Abhaken der Geschenkliste. Leider verleitet das Weihnachtsgeschäft auch Menschen mit krimineller Energie dazu, im Internet nach Opfern zu suchen. Online-Käufer sind Betrügereien im Internet jedoch nicht hilflos ausgeliefert. Jeder kann sich mit wenigen einfachen Schritten für einen sicheren Einkauf im Netz fit machen.

Window Snyder, als Chief Security Officer unter anderem verantwortlich für die Sicherheit von 130 Millionen Nutzern des Mozilla Firefox Internet-Browsers, gibt im folgenden ein paar Tipps, wie sich jeder vor Angriffen aus dem Internet schützen kann. Damit wird der Online-Einkauf zu einem sicheren Vergnügen – und das Schenken macht Spaß.

Vorsicht bei trügerischen Links
Laut einer Studie von Consumer Reports haben US-Bürger während der vergangenen zwei Jahre etwa 630 Millionen US-Dollar durch betrügerische Phishing-Seiten verloren. Auf solchen Webseiten werden Verbraucher auf trickreiche Weise dazu aufgefordert, private Informationen wie zum Beispiel Konto- und Kreditkartendetails oder Passwörter preiszugeben. So senden Kriminelle etwa E-Mails mit Links zu Seiten, die denen einer vertraulichen Quelle – zum Beispiel der eigenen Bank – täuschend ähnlich sehen. Oft verstecken sich auf der betrügerischen Seite aber doch irgendwo noch Rechtschreibfehler oder ein Link, der zu einer mit Schadcode infizierten Internet-Seite führt.

Beachten Sie folgende Regeln:
– Ein seriöses Unternehmen wird Sie niemals per E-Mail nach Pass- oder Kennwörtern, Kontodetails oder anderen sensiblen Informationen fragen.
– Wenn Sie per E-Mail von einer Bank oder einer anderen Organisation aufgefordert werden sich anzumelden, um Ihre Informationen zu verifizieren, indem Sie auf den mitgeschickten Link klicken, löschen Sie am besten gleich die E-Mail. Oder Sie öffnen ein separates Browser-Fenster und geben die Internet-Adresse (URL) der Webseite händisch ein.

Immer auf dem aktuellen Stand bleiben
Ist ihr Browser nicht auf dem aktuellen Stand, sind Sie verwundbar und setzen sich gewissen Risiken aus. Wenn Schwachstellen entdeckt werden, sorgt der Software-Anbieter für eine Aktualisierung. Neuere Software wird automatisch aktualisiert, Sie können dies aber auch selbst nachprüfen und die Aktualisierung manuell durchführen. Beim Firefox klicken Sie auf „Hilfe“ und dann auf „Firefox aktualisieren“. Beim Microsoft Internet Explorer klicken Sie im Menü „Extras“ auf „Windows Update“, um die Software auf den neuesten Stand zu bringen. Besuchen Sie auch update.microsoft.com, um die letzten Sicherheits-Updates zu erhalten. Für Mac OS wählen Sie einfach im Apple-Menü den Punkt „Softwareaktualisierung“ aus.

Kreditkarten und Lastschrift
Viele Kreditkarten-Anbieter und Banken ergreifen weitreichende Maßnahmen, um Sie vor Betrugsversuchen zu schützen. Online-Einkäufe per Kreditkarte oder Lastschrift sind nicht nur einfach, sondern machen auch die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten einfacher. Betrügerische Kreditkartenzahlungen und Lastschriften können Sie in aller Regel zurück buchen lassen. Informieren Sie sich über die genauen Bestimmungen und Fristen Ihrer Bank bzw. Ihres Kreditkarteninstituts.

Seien Sie wachsam
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge, um missbräuchliche Abbuchungen früh zu bemerken. Ignorieren Sie dabei keine kleinen Beträge und halten Sie die Nachverfolgung nicht für Zeitverschwendung. Kriminelle, die es auf Ihr Konto abgesehen haben, prüfen oft zunächst mit kleinen Beträgen, ob eine Kreditkarte oder Konto überhaupt belastbar ist, bevor größere Summen abgebucht werden.

Achten Sie auf das „S“
Stellen Sie selbst sicher, dass Sie im Web auf der sicheren Seite sind. Wenn die Internet-Adresse (URL) mit HTTPS statt mit HTTP beginnt, liegt eine sichere Verbindung vor. Die Daten, die während dieser Verbindung übertragen werden, sind verschlüsselt und für Datendiebe praktisch nicht abhörbar. Beachten Sie jedoch, dass dies nicht zwangsläufig auch bedeutet, dass Sie es mit einem seriösen Anbieter zu tun haben.

Vermeiden Sie unseriöse Webseiten
Ähnlich wie bei einem Spaziergang im Dunklen gilt es sich in vertrauter Umgebung aufzuhalten, wenn man persönliche Informationen preisgibt. Erkundigen Sie sich, wem Sie vertrauen können. Wählen Sie Anbieter mit einem guten Ruf.


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